Medizinische Simulation - ein beitrag zur erhöhung der patientensicherheit

Simulation hat sich in Hochrisikobereichen, wie beispielsweise in der Luftfahrt, bereits als Aus- und Weiterbildungswerkzeug etabliert. Doch auch im Bereich der Medizin ist simulatorbasiertes Training keine absolute Neuheit. Erste Anhaltspunkte findet man im geburtshilflichen Bereich bereits im neunten Jahrhundert, erste Modelle in der Hebammenausbildung fanden im 18.Jahrhundert ihren Einsatz. Der traditionelle Lehransatz „see one, do one, teach one“ rückt durch Fortschritte in der Technik, zunehmenden Fokus auf Patientensicherheit und vermehrte Komplexität der Medizin nach und nach in den Hintergrund, simulationsbasiertes Training gewinnt immer mehr an Bedeutung.

 

Medizinische Simulation wird sowohl in der Ausbildung als auch zur Weiterbildung von medizinischem Personal eingesetzt. Die Aneignung von Fähigkeiten und  Basiswissen, das Vertiefen bestehender Fertigkeiten sowie der Erfahrungsaustausch und die interdisziplinäre Zusammenarbeit stehen im Mittelpunkt. Außerdem schafft medizinische Simulation eine ethisch unbedenkliche Möglichkeit zum Erwerb technischer Fertigkeiten und zum Üben chirurgischer Eingriffe ohne die Sicherheit der PatientenInnen zu gefährden.


Im Medizinischen Simulationszentrum Salzburg, das 2007 von der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) auf persönliche Initiative des Rektors Univ.-Prof. Dr. Herbert Resch gegründet wurde, werden sowohl Studierenden als auch Postgraduierten ideale Voraussetzungen geboten, um Notfallkompetenzen sowie andere klinische Fertigkeiten und Fähigkeiten auszubilden und zu vertiefen. Die Trainings im SimZentrum der PMU lassen sich in drei Bereiche gliedern:

 

  • Das Üben und Festigen sogenannter „basic skills“. Darunter versteht man basale diagnostische (z.B. Augen-/Ohrenspiegelungen) und therapeutische (z.B. Einbringen venöser Zugänge, chirurgische Wundversorgung) Handlungen.
  • Das Erlernen und Perfektionieren der „advanced skills“. Dies sind anspruchsvollere invasive Fertigkeiten, die mittels Virtual-Reality-Simulatoren geübt werden, wie z.B. diagnostische und interventionelle endoskopische Untersuchungen oder neurointerventionelle Eingriffe.
  • Szenarien-basierte Trainingsformate. Hierbei erfolgt eine interdisziplinäre Schulung der TeilnehmerInnen in Notfallsituationen, wobei die Auswahl der Szenarien möglichst exakt der täglichen Arbeitssituation der TeilnehmerInnen entspricht.

Vorteile und Nutzen der medizinischen Simulation

PD Dr. med. Florian Lagler, CEO der Clinical Research Center Salzburg GmbH über die Vorteile und den Nutzen der Medizinischen Simulation:

 

Durch Simulationstraining soll die klinische Handlungsfähigkeit gestärkt werden, um die Sicherheit der PatientInnen sowie die Qualität der Behandlung zu verbessern. Die Integration von praktisch-klinischen und nicht-technischen Fähigkeiten und theoretischem Wissen in den klinischen Alltag soll gefördert werden, um die Handlungsabläufe zu erleichtern.


Die Vorteile im „basic skills“-Training sieht Privatdozent Dr. Lagler darin begründet, dass für den Patienten unangenehme oder auch schmerzhafte Maßnahmen zunächst technisch erlernt werden können, bevor sie am Patienten durchgeführt werden. Außerdem kann das Erkennen von normalen oder spezifischen krankhaften Befunden jederzeit und planbar gelehrt und gelernt werden, ohne dass die Anwesenheit eines entsprechenden Patienten erforderlich ist.


Im Bereich der „advanced skills“ können vor allem postgraduierte MedizinerInnen anspruchsvolle Interventionen unbegrenzt häufig, qualitätskontrolliert und selbständig üben.


Der Fokus bei Szenarien-basierten Trainings liegt auf dem Üben von seltenen, aber kritischen klinischen Ereignissen. Diese Form der Simulation dient dabei nicht nur als Lehrinstrument, sondern auch als Werkzeug zur Analyse und Intervention: Sie zeigt Lernziele auf und hilft, Situationen im klinischen Alltag hinsichtlich organisationaler und technischer Aspekte zu analysieren. Vor allem bei multidisziplinären und multiprofessionellen Teams ist es mittels Szenarien-basierter Trainings einfacher, Analysen durchzuführen und in weiterer Folge Fehler und Komplikationen zu reduzieren. Privatdozent Dr. Lagler erwähnt, dass durch dieses Trainingsformat nicht nur individuelle Kenntnisse und Fertigkeiten verbessert werden können, sondern auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Weiters können die bereits erwähnten „human factors“ erkannt werden, die eine erfolgreiche Umsetzung der medizinischen Kenntnisse und Fertigkeiten unter hohem Zeit- und Erfolgsdruck verhindern, aber bislang unerkannt waren. „Ziel ist es, den TeilnehmerInnen die Möglichkeit geben zu können, zu sehen wie sie in kritischen Situationen reagiert haben und dass sie in Diskussion mit den anderen TeilnehmerInnen und TrainerInnen Verbesserungsstrategien entwickeln können. Kernelemente dabei sind, dass stets Diskretion und Wertschätzung garantiert sind.“, so Privatdozent Dr. Lagler.

 

 

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