Die chirurgische und konservative Dermatoonkologie sind seit Jahren ein Schwerpunkt der dermatologischen Klinik mit zahlenmäßig mehr als der Hälfte aller stationären Patienten. Das Spektrum reicht vom malignen Melanom über Basaliome, Haut- und Weichteilsarkome, malignen Adnextumoren, Merkelzellkarzinomen bis zum Plattenepithelkarzinom. Großes Augenmerk legen wir auf die umfassende Behandlung kutaner Tumoren in dem Sinne, dass alle Patienten beginnend mit der Diagnostik über die chirurgische und konservative Therapie, adjuvante Behandlungen bis zur Nachsorge an der Dermatologie selbst behandelt werden. Die gemeinsame operative Versorgung vieler tiefreichender Haut- und Weichteiltumoren erfolgt in Salzburg durch eine hervorragend funktionierende interdisziplinäre Zusammenarbeit mit fast allen operativ tätigen Disziplinen, insbesondere mit der Neurochirurgie, der Ophthalmologie, der Allgemeinchirurgie der Otolaryngologie und der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Die Anzahl unserer onkochirurgischen Eingriffe ist beträchtlich. Es werden jährlich 250 Hauttransplantationen und 150 subkutane, fasziale und myokutane Lappenplastiken durchgeführt. An der Salzburger Hautklinik wurde als eine der ersten dermatologischen Kliniken Europas ab 1995 die Sentinellymphnode-Biopsie bei malignem Melanom und anderen malignen Haut- und Weichteiltumoren eingeführt. Inzwischen haben sich mehr als 1.300 Patienten einer Sentinelnode-Biopsie unterzogen. Darüber hinaus erfolgen an unserer Abteilung radikale regionale Lymphadenektomien sowie großflächige Resektionen z.B. bei In-transit-Metastasen. 2013 wurden mehr als 250 maligne Melanome erstdiagnostiziert und behandelt, knapp 100 davon mit Sentinellymphknotendissektion  bzw. späterer radikaler regionaler Lymphknotendissektion. Darüber hinaus wurden 640 Basaliome und 312 Plattenepithel-Karzinome operativ behandelt. Seit vielen Jahren wird in Zusammenarbeit mit der herzchirurgischen Abteilung der Salzburger Landeskliniken die hypertherme Extremitätenperfusion bei isolierten In-transit-Metastasen einer Extremität durchgeführt.

Pro Jahr werden etwa 50 Patienten mit fortgeschrittenen Melanomen in AJCC-Stadium III und IV mit allen derzeit zur Verfügung stehenden immunmodulierenden und antineoplastischen Substanzen an unserer Abteilung behandelt. Die therapeutischen Modalitäten werden in einem Tumorboard mit Beteiligung der zuständigen Fachdisziplinen besprochen. Das Behandlungsspektrum für metastasierte Melanome umfasst neben der konservativen Chemotherapie mit DTIC, Temozolomid, Fotemustin, Carboplatin, Paclitaxel,  auch die erst seit kurzem zur Verfügung stehenden immunmodulierenden Substanzen wie Ipilimumab sowie den Signaltransduktionsinhibitoren Vemurafenib, Dabrafenib und Trametinib. Viele unserer Patienten werden im Rahmen von internationalen klinischen Studien betreut.

In Fortführung einer bereits vor längerem durchgeführten EORTC-Studie mit Interleukin-2 wird auch heute noch in ausgewählten Fällen eine Interleukin-2-Polychemotherapie durchgeführt, bei der knapp 15 % der Behandelnden in eine dauernde Remission kommen.

Als zusätzliche neue Therapieform wird seit kurzem an unserer Abteilung auch die Elektrochemotherapie für Patienten mit regional metastasierten Malignomen angeboten.

 

Weitere Informationen zum Studienzentrum

 

Das Team des Studienzentrums

Assoc.-Prof. Dr. Martin Laimer (Leiter)

1. OA Dr. Josef Koller

Assoc. Prof Dr. Roland Lang (Studienkoordinator)

Ass. Dr. Arno Hintersteininger

Ass. Dr. Peter Kölblinger

Ass. Dr. Kugler Andrea

Aikataerini Tsiogka, Pt.